Ein Elektro-Einrad ist schnell erklärt: Neigst du dich nach vorn, wirst du schneller, neigst du dich zurück, bremst du, und gelenkt wird mit den Schultern und Gewichtsverlagerung. Dafür braucht es Übung, denn dein Körper muss erst lernen, auf einem Rad das Gleichgewicht zu halten. Die meisten fahren nach einigen Übungseinheiten allein; entspannt unter anderen Menschen zu fahren dauert länger.
Vor der ersten Einheit
Zieh vor der ersten Einheit deine Schutzausrüstung an und stell das Tempolimit des Rads niedrig ein. In unserem Leitfaden zum sicheren Fahren findest du die Ausrüstung, die Limits für Einsteiger und was die Signaltöne und der Tiltback des Rads bedeuten.
- Ein Helm. Solange du bei niedriger Geschwindigkeit lernst, reicht ein Fahrradhelm.
- Handgelenkschützer, wie man sie beim Inlineskaten trägt.
- Ellbogen- und Knieschützer mit Hartschale.
- Lange Ärmel, lange Hose und geschlossene Schuhe mit flacher, griffiger Sohle.
- Ein niedriges Tempolimit, in der App des Rads eingestellt, oder dessen Einsteigermodus, falls vorhanden.
- Etwas zum Festhalten: eine Wand, ein Zaun oder ein Freund.
Such dir den richtigen Platz
Such dir eine ebene, glatte und leere Fläche: einen ruhigen Parkplatz, einen Sportplatz oder einen breiten Weg ohne Autos. Fang neben einer Wand, einem Zaun oder einem Freund an, auf dessen Schulter du dich stützen kannst. Halte Abstand zu allem, was beschädigt werden könnte, wenn das Rad umfällt.
Such dir
- Ebenen, glatten Boden
- Viel freie Fläche
- Eine Wand, einen Zaun oder einen Freund zum Festhalten
Halte dich fern von
- Autos und anderem Verkehr
- Unebenem oder beschädigtem Boden
- Dingen, die beschädigt werden könnten, wenn das Rad umfällt

Das Rad fällt beim Lernen mehr als einmal um. Eine Schutzhülle bewahrt das Gehäuse vor Kratzern.
Die Methode der langen Schritte
Das ist eine der gängigsten Arten zu lernen. Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf, geh also erst weiter, wenn sich der aktuelle leicht anfühlt.

Finde dein Standbein. Stell dich aufrecht hin und lass dich von jemandem sanft von hinten anschubsen. Der Fuß, mit dem du einen Schritt nach vorn machst, ist dein Standbein.

Stell das Standbein auf das Pedal. Halte dich an der Wand oder am Zaun fest und setze den Fuß in die Mitte des Pedals. Dort bleibt er während der ganzen Übung.

Verlagere dein Gewicht, ohne dich zu bewegen. Bring dein Gewicht vom Fuß am Boden auf das Pedal und wieder zurück. Heb den anderen Fuß ein bis zwei Sekunden an und setz ihn wieder ab.

Füge einen kleinen Schritt hinzu. Stoß dich mit dem freien Fuß vom Boden ab, sodass das Rad ein Stück nach vorn rollt, lass das Gewicht auf dem Pedal und setz den freien Fuß wieder ab. Es soll sich wie ein kurzer Schritt anfühlen.

Mach die Schritte länger. Wiederhole das und lass dich von jedem Abstoßen weiter tragen, bis das Rad geradeaus unter dir rollt.

Hol den zweiten Fuß dazu. Wenn die Schritte lang und gleichmäßig sind, stell den freien Fuß statt auf den Boden auf das andere Pedal und roll weiter.
Weil du gelernt hast, mit einem Fuß am Boden anzufahren und anzuhalten, kannst du bereits auf- und absteigen, ohne dich festzuhalten. Ab hier heißt es üben.
Kurven und Bremsen



Für eine Kurve schaust du dorthin, wohin du willst, und drehst die Schultern in diese Richtung; Hüfte und Füße folgen. Zum Verlangsamen lehnst du dich allmählich zurück und hältst die Knie locker. Übe das Bremsen und Absteigen bei niedrigem Tempo, bis du es jederzeit kannst.
Wie beim Fahrrad ist sehr langsames Fahren am schwierigsten, und etwas Rollgeschwindigkeit erleichtert das Gleichgewicht. Bleib innerhalb des Tempolimits, das du in der App eingestellt hast, bis Anfahren, Bremsen und Kurvenfahren ohne Nachdenken klappen.
Deine Beine in den ersten Tagen

Solange deine Kontrolle noch nicht besser ist, drückt das Rad gegen die Beininnenseiten, und Waden und Schienbeine können wehtun oder blaue Flecken bekommen. Weiche Powerpads am Gehäuse und ein Schienbeinschutz helfen. Auch die Form des Rads spielt eine Rolle, achte also bei der Wahl deines ersten Rads darauf; in unserem Kaufratgeber findest du die Räder, die wir für den Einstieg empfehlen.
Wie lange es dauert
- Erste Einheiten Lange Schritte neben einer Wand oder einem Freund, Auf- und Absteigen.
- Nach ein paar Einheiten Allein an einem leeren Ort fahren, abbiegen und anhalten.
- Ein paar Wochen später Viele Fahrer fühlen sich unter Menschen sicher und können anhalten oder abbiegen, wo immer es nötig ist.
Rechne mit einigen Einheiten, bevor du allein fährst. Viele üben danach noch ein paar Wochen, bis sie sich unter Menschen sicher fühlen und überall bremsen oder abbiegen können. Plane nicht, in den ersten Tagen mit einem neuen Rad zur Arbeit zu pendeln.
Ein Rad, das das Lernen leichter macht
Das Gleichgewicht bei niedrigem Tempo ist der schwierigste Teil, und manche Räder machen es leichter. Das INMOTION E20 mit zwei Reifen hält dich seitlich stabil, der breite Reifen des BEGODE Future bleibt im Schritttempo ruhig, das leichte INMOTION V5F schafft höchstens 25 km/h, und das INMOTION V8S ist auf 25 km/h begrenzt, bis du das Limit in der App erhöhst.
Sieh einem Anfänger beim Lernen zu
Glen vom YouTube-Kanal von Movelectrics hat seine ersten Übungseinheiten auf einem INMOTION V8S gefilmt:
Video · MovelectricsLearning How To Ride My INMOTION V8S EUCAuf YouTube ansehen
In einem späteren Video fährt er unter anderen Menschen und erzählt, wann man damit anfangen sollte:
Video · MovelectricsINMOTION V8s 1000w - LEARNING How To Ride This EUC In PublicAuf YouTube ansehen
Du bist noch unsicher, ob ein Elektro-Einrad etwas für dich ist? Einer unserer Kunden hat auf YouTube seine Gründe fürs Fahren zusammengetragen.
Bevor du öffentlich fährst
Wo Elektro-Einräder gefahren werden dürfen, entscheidet jedes Land und oft jede Stadt. Informiere dich über die Regeln, bevor du zum ersten Mal außerhalb von Privatgelände fährst; in unserem Leitfaden zu den lokalen Regeln findest du offizielle Anlaufstellen.
Fragen zum Lernen oder zur Wahl deines ersten Rads? Schreib uns.